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Einsteiger · Kapitel 5 von 7

Wärmepumpe und Smart Home

Das Potenzial einer Wärmepumpe ist riesig – mit einer intelligenten Steuerung nutzt du PV-Überschuss und günstige Strompreise vollautomatisch.

Lesezeit: ~8 MinAktualisiert 16. August 2026

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Das Wichtigste in Kürze

3 Kernaussagen für Schnellleser

Eine Wärmepumpe ist der ideale Smart-Home-Großverbraucher: Mit dem SG-Ready-Anschluss und einem Shelly Plus 1PM als Relais (unter 30 €) steuert deine Zentrale die Heizung gezielt in Phasen mit PV-Überschuss oder günstigen Strompreisen. So verwandelst du 1 kWh Solarstrom in bis zu 4 kWh Heizwärme – deutlich wertvoller als die Einspeisung ins Netz. Wer zusätzlich einen dynamischen Tarif (Tibber, Octopus) nutzt, spart typischerweise 100–200 € Heizkosten pro Jahr.

  • Eine Wärmepumpe mit JAZ 4 macht aus 1 kWh Strom 4 kWh Heizwärme – Smart Home nutzt diesen Vorteil mit PV-Überschuss und dynamischen Strompreisen.
  • SG Ready (Modi 1–4) erlaubt es, die WP gezielt anzusteuern: laden wenn Strom billig ist, pausieren wenn der Netzbezug hoch ist.
  • Drei Wege zur Integration: Modbus (universal), SG-Ready-Kontakt (einfach), EMS-Bus (Bosch/Junkers/Heimeier mit vollem Zugriff).

Wärmepumpe in 90 Sekunden

Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme und gibt sie an den Heizkreislauf ab – wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt. Dafür benötigt die Wärmepumpe elektrischen Strom, erzeugt daraus aber ein Vielfaches an nutzbarer Wärmeenergie. Das Verhältnis zwischen dem eingesetzten Strom und der erzeugten Wärme nennt man Jahresarbeitszahl (JAZ): Eine JAZ von 4 bedeutet zum Beispiel, dass aus 1 Kilowattstunde (kWh) Strom insgesamt 4 kWh nutzbare Heizwärme entstehen. Die beiden wichtigsten Bauarten:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe (LWWP): Entzieht der Außenluft Wärme. Sie ist am weitesten verbreitet, leicht zu installieren und passt ihre Leistung stufenlos an (Inverter-Verdichter). Im Neubau mit Flächenheizung erreicht sie eine JAZ von 3,5–4,5; in Bestandsgebäuden mit Heizkörpern realistisch 2,5–3,5. Bei starkem Frost arbeitet sie weniger effizient.
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe (SWWP): Nutzt die konstante Erdwärme über Tiefenbohrungen oder Erdkollektoren. Sie erreicht eine JAZ von 4,0–5,0 (Tiefenbohrung) bzw. 3,5–4,5 (Flächenkollektor), heizt auch bei eisigen Außentemperaturen hocheffizient, ist aber in der Anschaffung teurer.

Warum ist die Wärmepumpe so interessant für das Smart Home? Weil sie ein flexibler Großverbraucher ist. Sie kann gezielt laufen, wenn Strom günstig ist oder die eigene Solaranlage Überschuss produziert, und in teuren Phasen pausieren. Um diesen Ablauf automatisch zu regeln, verbindet man die Wärmepumpe mit der Smart-Home-Zentrale.

JAZ 4Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Heizwärme – typisch für moderne Wärmepumpen
30–50 %Anteil des Strombedarfs, der ohne smarte Steuerung durch eigene PV gedeckt wird
~150 €Typische Heizkosten-Ersparnis pro Jahr durch einen dynamischen Stromtarif

Wusstest du schon?

Mit einer JAZ von 4 kostet eine Kilowattstunde Wärme bei einem Strompreis von 35 ct/kWh rechnerisch 8,75 ct – deutlich günstiger als Gas oder Öl. Wenn du einen Teil des Stroms selbst mit einer PV-Anlage erzeugst, sinken deine tatsächlichen Heizkosten noch weiter. Bezugsquelle für JAZ-Richtwerte: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) / VDI 4655.

SG-Ready: Der standardisierte Steuerungs-Anschluss

SG-Ready (Smart Grid Ready) ist eine deutsche Norm für Wärmepumpen, die besagt: Diese Wärmepumpe kann von außen über zwei Signal-Drähte gesteuert werden. Mit nur 2 Bit (zwei Drähten, an oder aus) kodierst du vier Betriebszustände nach BWP-Nomenklatur. Die Schreibweise im Standard ist „Eingang = 1" bedeutet „Kontakt geschlossen" (potenzialfreier Kontakt aktiviert).

Die folgenden Zuordnungen entsprechen der BWP-Schnittstelle 1.0 (= Bundesverband Wärmepumpe e. V.):

Eingang 1 (E1)Eingang 2 (E2)BWP-ZustandPV-/Anwendungsbedeutung
1 (geschlossen)0 (offen)EVU-SperreNetzbetreiber sperrt (max. 2 h „harte" Sperrzeit, max. 3× pro Tag – Pufferspeicher fängt die Heizphase ab)
0 (offen)0 (offen)NormalbetriebEnergieeffizienter Standardbetrieb mit anteiliger Wärmespeicher-Vorrang-Füllung für die EVU-Sperre
0 (offen)1 (geschlossen)EinschaltempfehlungPV-Überschuss → WP soll mehr heizen und Warmwasserbereitung bevorzugen (Boost-Empfehlung, kein Pflichtstart)
1 (geschlossen)1 (geschlossen)AnlaufbefehlDefinitive Anforderung, den Verdichter (und ggf. elektrische Zusatzheizung) zu starten und Speichertemperaturen anzuheben

Technisch funktioniert SG-Ready über zwei einfache Schaltkontakte am Steuerungsgerät der Wärmepumpe. Diese Kontakte lassen sich mit einem schaltbaren Relais wie dem Shelly Plus 1PM(öffnet in neuem Tab) (einem kleinen, smarten Unterputz-Relais) verbinden. Das Smart Home schließt oder öffnet die Kontakte und steuert so den BWP-Zustand. Einige moderne Hersteller wie Viessmann oder Stiebel Eltron erlauben die Steuerung alternativ direkt über eine Netzwerk-Schnittstelle (API) ohne zusätzliche Hardware-Kontakte.

Das Wichtigste hast du jetzt!

Du weißt jetzt: Die Wärmepumpe lässt sich über den SG-Ready-Eingang in vier Zustände schalten – von EVU-Sperre bis Anlaufbefehl. Im nächsten Teil erfährst du, wie PV-Kopplung, §14a EnWG und automatische Optimierung im Detail funktionieren.

Wärmepumpe und Photovoltaik: Die ideale Kombination

Eine Wärmepumpe benötigt rund 3.000 bis 6.000 kWh Strom im Jahr. Wenn du diesen Strom direkt von deiner eigenen Photovoltaik-Anlage (PV) nutzt, heizt du extrem günstig. Im Durchschnitt lassen sich ohne smarte Steuerung etwa 30 bis 50 % des Strombedarfs durch eigenen Solarstrom decken (Richtwert nach HTW Berlin, Stromspeicher-Inspektion 2024). Mit einer intelligenten Steuerung kannst du diesen Wert steigern, indem die Wärmepumpe gezielt in den sonnenreichen Stunden heizt.

Unser PV-Optimierer hilft dir, das Zusammenspiel aus Solaranlage und Wärmepumpe für dein Haus zu berechnen.

§14a EnWG: Netzdienliche Steuerung und Netzentgelt-Vorteil

Seit dem 1. Januar 2024 sind Wärmepumpen, Wallboxen, Batteriespeicher und Klimaanlagen mit mehr als 4,2 kW Netzanschlussleistung als steuerbare Verbrauchseinrichtungen (SteuVE) nach § 14a EnWG (BNetzA-Festlegungen BK6-22-300 und BK8-22/010-A) verpflichtend netzdienlich steuerbar. Das klingt nach Einschränkung, ist aber ein Deal: Dein Netzbetreiber darf deine Wärmepumpe in Netzspitzen auf eine Mindestleistung von 4,2 kW dimmen (bei Anlagen ≤ 11 kW; bei größeren Anlagen gilt Netzanschlussleistung × 0,4, z. B. 6,4 kW bei 16 kW WP) – dafür sparst du dauerhaft 110–190 €/Jahr an Netzentgelten (Modul 1: 80 € Bereitstellungsprämie + 3.750 kWh × lokaler Arbeitspreis × 0,2 Stabilitätsfaktor).

Was das praktisch bedeutet:

  • Du brauchst ein intelligentes Messsystem (iMSys / Smart Meter) oder ein angemeldetes Steuergerät (z. B. FNN-Steuerbox). Der iMSys-Pflichteinbau greift für eine Wärmepumpe bereits ab Inbetriebnahme (§ 14a EnWG / MsbG), nicht erst ab 6.000 kWh Jahresverbrauch. Bei Bestandsanlagen vor 2024 bleibt die alte Rechtslage, ein Wechsel ist freiwillig.
  • Dein Netzbetreiber greift höchstens in Netzspitzen ein – im Alltag merkst du nichts.
  • SG-Ready und §14a ergänzen sich: SG-Ready steuert deine PV-Überschuss-Logik, §14a regelt Netzdienstleistungen des Versorgers.

Mehr zum Smart Meter findest du im Artikel Smart-Meter-Pflicht erklärt.

Mehr zu smarter Kühlung: Klimaanlage im Smart Home.

4 Automatisierungen, die sich lohnen

1. PV-Überschuss → Vorwärmen

Sobald deine Solaranlage mehr Strom erzeugt, als das Haus verbraucht, schaltet das Smart Home die Wärmepumpe auf SG-Ready-Zustand 3 (Einschaltempfehlung) – bei größerem Überschuss auf Zustand 4 (Anlaufbefehl). Die Wärmepumpe erhöht dann die Vorlauftemperatur und speichert die Wärme im Heizungspuffer oder Warmwasserspeicher. So machst du aus 1 kWh überschüssigem Solarstrom bis zu 4 kWh wertvolle Wärme – das lohnt sich deutlich mehr, als den Strom billig ins Netz einzuspeisen.

2. Dynamische Tarife → Günstige Stunden nutzen

Bei dynamischen Stromtarifen wie Tibber oder Octopus Energy ändern sich die Strompreise jede Stunde. Deine Smart-Home-Zentrale liest diese Preise automatisch über das Internet aus und verschiebt die Heizphasen der Wärmepumpe in die günstigsten Stunden des Tages. Bei einem typischen Preisunterschied von 10 Cent pro Kilowattstunde (verschiebbare Last ~30 %) sparst du bei 5.000 kWh Jahresbedarf rund 150 € – vor Abzug des Tarif-Grundpreises (Tibber 5,99 €/Monat, Octopus ~7,99 €/Monat, tado° HOURLY 4,58 €/Monat). Aktuelle dynamische Tarife in Deutschland: Tibber Smart Dynamic, Octopus Energy dynamicOctopus, tado° HOURLY (vormals aWATTar – die Marke ist seit der Übernahme durch tado° in den tado°-Tarif integriert und wird über energy.tado.com vermarktet).

3. Nachtabsenkung – aber smart

Die klassische Absenkung der Raumtemperatur in der Nacht ist oft starr eingestellt. Schlauer ist es, die Heizung automatisch zu drosseln, wenn alle Bewohner das Haus verlassen. Smarte Heizkörperthermostate wie das tado° Starter-Kit(öffnet in neuem Tab) regeln die Räume nach Bedarf – allerdings nur bei klassischen Heizkörpern. Bei reiner Fußbodenheizung ohne Heizkörper ist das tado°-Thermostat nicht anwendbar. Anstatt morgens stur zur gleichen Zeit hochzuheizen, kann das Smart Home den aktuellen Strompreis prüfen: Ist er günstig, startet das Aufheizen etwas früher; ist er teuer, wird es leicht verzögert.

4. Away-Modus

Wenn alle Bewohner das Haus verlassen, senkt das Smart Home die Wärmepumpe auf eine energiesparende Grundtemperatur (z. B. 15 °C) ab. Sobald sich jemand dem Haus nähert, startet die Heizphase automatisch wieder rechtzeitig. Diese intelligente Anwesenheitserkennung lässt sich über das Smartphone-WLAN oder die Standorterkennung (Geofencing) der Bewohner realisieren.

Wärmepumpen-Optimierung

Moderne Steuerungssysteme machen die Regelung heute deutlich präziser. Diese drei Hebel bringen bei der Optimierung den größten Effekt:

  • Energiemanager (HEMS): Ein zentrales Steuerungsgerät (HEMS) koordiniert Wärmepumpe, Solaranlage, Batteriespeicher und die Ladestation des E-Autos. Anstatt einfacher Ein- und Ausschaltbefehle übermittelt es stufenlose Leistungsvorgaben. Das sorgt für einen ruhigeren Betrieb der Wärmepumpe mit weniger Startvorgängen (Takten) und verbessert die Effizienz.
  • Vorausschauendes Heizen (Predictive Heating): Über Wettervorhersagen aus dem Internet berechnet das Smart Home, wie viel Solarstrom zu erwarten ist und wie warm es draußen wird. Die Wärmepumpe startet erst genau dann, wenn es nötig ist. Das spart gegenüber starren Zeitplänen zusätzlich 5 bis 10 % Strom (Fraunhofer-Institut, Studie Predictive Heating 2023).
  • Niedrigere Heizwassertemperatur: Jedes Grad, um das du die Vorlauftemperatur senkst, verringert den Strombedarf der Wärmepumpe um etwa 2 bis 3 % (VDI 4655). Smarte Einzelraumregler helfen dabei, die Räume komfortabel warm zu halten, während die Heizungsanlage mit geringerer Temperatur arbeitet.

Mehr zur intelligenten Heizungssteuerung erfährst du im Guide Predictive Automatisierungen.

Integration in deine Smart-Home-Zentrale

Je nach Modell und Hersteller gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Wärmepumpe in dein Smart Home einzubinden:

  • Schaltkontakt per Shelly-Relais: Der einfachste und universellste Weg. Ein smartes Unterputz-Relais wie der Shelly Plus 1PM wird an die SG-Ready-Anschlüsse der Wärmepumpe geklemmt. Die Steuerung erfolgt kabellos über das Smart Home. Das funktioniert mit fast jeder SG-Ready-fähigen Wärmepumpe und kostet etwa 15 bis 20 Euro.
  • Hersteller-Schnittstelle (API): Viele bekannte Marken wie Viessmann (ViCare) oder Stiebel Eltron (ISG) bieten eine offizielle Netzwerkschnittstelle an. Damit liest dein Smart Home detaillierte Betriebsdaten direkt aus. Der Nachteil ist meist die Abhängigkeit von den Servern des Herstellers (Cloud).
  • Direkte Kabelverbindung (Modbus): Viele Wärmepumpen verfügen über einen Netzwerk-Anschluss für das Modbus-Protokoll. Über ein Netzwerkkabel erhält dein Smart Home vollen Zugriff auf alle Einstellungen der Heizung – ganz ohne Internetverbindung. Das ist die sicherste Lösung, erfordert aber technisches Einrichtungs-Wissen.
  • Spezial-Adapter (EMS-Bus): Für Heizungen von Bosch, Buderus oder Junkers gibt es spezielle kleine Adapter-Platinen (wie den EMS-ESP-Adapter). Diese werden direkt an den Datenbus der Heizung angeschlossen und ermöglichen eine sehr feine Steuerung über dein lokales WLAN.

Pro-Tipp

Ein häufiger Irrtum ist, dass das komplette Ausschalten der Wärmepumpe tagsüber am meisten Energie spart. Tatsächlich benötigt das anschließende Aufheizen des ausgekühlten Hauses oft mehr Strom, als ein durchgehender Betrieb mit einer leichten Temperaturabsenkung verbraucht hätte. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 2 bis 3 °C ist der optimale Mittelweg zwischen Einsparung und Wohnkomfort.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich die Smart-Home-Steuerung für jede Wärmepumpe?
Ja, besonders wenn du eine Photovoltaik-Anlage besitzt oder einen dynamischen Stromtarif nutzt. Durch das gezielte Verschieben der Heizzeiten in Phasen mit Solarstrom oder günstigen Strompreisen lassen sich die jährlichen Betriebskosten spürbar senken. Selbst ohne PV-Anlage hilft eine smarte Einzelraumregelung, unnötiges Heizen zu vermeiden.
Kann ich meine Wärmepumpe selbst an das Smart Home anschließen?
Die Einbindung über ein Shelly-Relais an den SG-Ready-Kontakten der Wärmepumpe ist relativ unkompliziert. Da hierbei jedoch Niederspannungs-Leitungen an der Heizung angeschlossen werden müssen, sollte diese Arbeit im Zweifel von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden. Softwareseitige Anbindungen über das lokale Netzwerk (wie Modbus oder Hersteller-APIs) lassen sich komplett ohne physische Eingriffe einrichten.
Was bedeutet JAZ und warum ist sie wichtig?
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt das Verhältnis der erzeugten Wärmeenergie zum eingesetzten Strom über ein ganzes Jahr hinweg. Eine JAZ von 4 bedeutet beispielsweise, dass die Wärmepumpe aus 1 kWh Strom insgesamt 4 kWh Heizwärme erzeugt. Je höher die JAZ, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe und desto niedriger sind deine Stromkosten. Die JAZ ist die Jahresmittelwert-Variante des momentanen COP (Coefficient of Performance) nach EN 14511.
Was ist der Unterschied zwischen SG-Ready und HEMS?
SG-Ready ist ein einfacher Standard, bei dem die Wärmepumpe über elektrische Schaltkontakte grobe Befehle wie 'Überschuss-Boost' oder 'Reduzierter Betrieb' erhält – 2 Bit, 4 Zustände. Ein Home Energy Management System (HEMS) ist ein intelligenter Manager, der alle Energieflüsse im Haus (PV, Batterie, Wärmepumpe, Wallbox) digital überwacht und der Wärmepumpe stufenlose Leistungsvorgaben macht, um den Eigenverbrauch zu maximieren.
Schadet das ständige Ein- und Ausschalten der Wärmepumpe?
Ja, häufiges Starten und Stoppen des Kompressors (das sogenannte 'Takten') erhöht den Verschleiß und senkt die Lebensdauer des Geräts. Eine gute Smart-Home-Steuerung sollte so programmiert sein, dass die Wärmepumpe nach dem Einschalten für eine Mindestlaufzeit läuft und nicht im Minutentakt geschaltet wird. Moderne Inverter-Wärmepumpen können ihre Leistung ohnehin stufenlos anpassen, was das Takten stark reduziert.
Was bedeutet §14a EnWG für Wärmepumpenbesitzer?
Seit 2024 müssen neue Wärmepumpen netzdienlich steuerbar sein. Dein Netzbetreiber darf deine Wärmepumpe in Spitzenlastzeiten auf bis zu 70 % der Nennleistung drosseln. Im Gegenzug erhältst du dauerhaft reduzierte Netzentgelte – typisch 100–200 €/Jahr. Praktisch greift der Netzbetreiber selten ein; im Alltag merkst du kaum etwas davon.