Bambu Lab A1 Mini
Schneller, komfortabler Mittelklasse-Drucker für kleine Smart-Home-Teile.

Stufe 2 · Kapitel 1 von 6
Ohne CAD kein eigener Druck — aber der Einstieg ist einfacher als gedacht. Tinkercad reicht für 80 % aller Smart-Home-Projekte, und FreeCAD bietet parametrische Freiheit, wenn du mehr Kontrolle brauchst.
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Das Wichtigste in Kürze
3 Kernaussagen für Schnellleser
Auf Thingiverse und Printables findest du hunderte fertige Gehäuse — aber was, wenn dein Shelly nicht genau passt, der Sensor ein anderes Maß hat oder du ein Kabel durch die Seite führen willst? Genau dann brauchst du CAD. Die gute Nachricht: Du musst kein Konstrukteur werden, um brauchbare Modelle zu erstellen. Für quadratische Gehäuse mit ein paar Aussparungen reichen Grundkenntnisse in einem CAD-Programm völlig aus.
CAD steht für Computer-Aided Design — also computergestütztes Konstruieren. Du erstellst ein 3D-Modell am Bildschirm und exportierst es als STL-Datei, die der Slicer in Druckbefehle umwandelt. Ohne CAD bist du auf fertige Modelle anderer angewiesen — mit CAD baust du genau das, was du brauchst.
Tinkercad ist ein kostenloser, browserbasierter 3D-Editor von Autodesk. Du brauchst nichts zu installieren — ein moderner Browser reicht. Die Oberfläche ist bewusst einfach gehalten: Du ziehst Grundkörper (Quader, Zylinder, Kugel) auf eine Arbeitsfläche, positionierst sie und kombinierst sie mit Booleschen Operationen.
Pro-Tipp
Setze in Tinkercad ein Raster von 1 mm — dann springen Objekte immer auf ganze Millimeter. Für Smart-Home-Gehäuse reicht diese Genauigkeit völlig, und du vermeidest Maße wie 23,47 mm, die beim Druck keine Rolle spielen.
Wusstest du schon?
Tinkercad speichert automatisch in der Cloud. Deine Projekte sind von jedem Gerät aus erreichbar — praktisch, wenn du am Laptop entwerfen und am PC drucken willst.
FreeCAD ist ein kostenloses, quelloffenes CAD-Programm, das du lokal auf deinem Rechner installierst. Der größte Unterschied zu Tinkercad: FreeCAD ist parametrisch. Das heißt, du definierst Maße als Variablen und kannst sie später ändern, ohne das gesamte Modell neu zu bauen. Ändert sich die Breite deines Shelly-Moduls, passt du einen Wert an — und das gesamte Gehäuse passt sich an.
FreeCAD arbeitet mit sogenannten Arbeitsumgebungen (Workbenches). Für 3D-Druck-Gehäuse startest du mit der Part-Arbeitsumgebung. Dort findest du Grundkörper ähnlich wie in Tinkercad — aber mit dem Unterschied, dass du sie danach parametrisch bearbeiten kannst. Später wechselst du in die Part Design-Arbeitsumgebung für Skizzen-basiertes Arbeiten.
Pro-Tipp
Starte mit der Part-Workbench und wechsle erst zu Part Design, wenn du dich an die Oberfläche gewöhnt hast. Der Sprung von Tinkercad zu FreeCAD ist groß — nimm dir ein Wochenende Zeit für die Grundlagen-Tutorials.
Die kurze Antwort: Für einfache Gehäuse und Halterungen reicht Tinkercad. Sobald du Maße parametrisch ändern willst oder komplexere Geometrien brauchst, ist FreeCAD die bessere Wahl. Hier eine Entscheidungshilfe:
Viele Smart-Home-Bastler starten mit Tinkercad und wechseln erst zu FreeCAD, wenn sie an die Grenzen des Browser-Tools stoßen. Das ist ein vollkommen legitimer Ansatz — es gibt keinen Grund, sich zu überfordern.
Egal ob Tinkercad oder FreeCAD — der grundlegende Ablauf ist immer derselbe. Du startest mit einer Idee oder einem Maß, erstellst die Geometrie und exportierst sie für den Druck.
Pro-Tipp
Drucke neue Gehäuse zuerst mit 0,3 mm Schichtdicke und ohne Infill — das geht schnell und zeigt dir, ob die Maße stimmen, bevor du den „richtigen" Druck mit feinerer Auflösung startest.
Jetzt, wo du die CAD-Grundlagen kennst, geht es an die Praxis: Wie designst du ein Gehäuse, das stabil, praktisch und druckbar ist? Im nächsten Artikel lernst du, wie du Smart-Home-Gehäuse von Grund auf entwirfst — mit Wandstärken, Kabeldurchführungen und Befestigungsmöglichkeiten.
Schneller, komfortabler Mittelklasse-Drucker für kleine Smart-Home-Teile.
Einfach zu drucken und ideal für Prototypen, Sensoren und Indoor-Teile.
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