
BSI unterstützt Praxen bei IT-Sicherheit — fünf Basics auch für dein Smart Home
Das BSI unterstützt Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen bei der Umsetzung der neuen IT-Sicherheitsrichtlinie nach § 390 SGB V. Die fünf technischen Basics gelten auch für Smart-Home-Netzwerke.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützt ab sofort Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen bei der Umsetzung der neuen IT-Sicherheitsrichtlinie nach § 390 SGB V. In einer Pressemitteilung vom 14. Juli 2026 stellt das BSI gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) konkrete Materialien und Handlungsempfehlungen bereit.
Was die neue Richtlinie bringt
Die IT-Sicherheitsrichtlinie ist für Praxen der KBV seit Oktober 2025 und für die der KZBV seit Januar 2026 gültig. Sie enthält konkrete Handlungsempfehlungen und Checklisten für den Praxisalltag — von der Einarbeitung neuer Mitarbeitender bis zum Umgang mit verdächtigen E-Mails. Ein Schwerpunkt liegt auf der Sensibilisierung von Mitarbeitenden für typische Angriffsmuster. Pascal Jeschke, Referat Gesundheits- und Finanzwesen beim BSI, warnt: "Der Satz 'Unsere Praxis ist zu klein, um Ziel von Hackern zu werden' ist leider ein gefährlicher Irrtum. Gerade haus- und allgemeinärztliche Praxen arbeiten mit hochsensiblen Gesundheitsdaten und sind deshalb attraktive Ziele."
Die fünf technischen Basics
Das BSI definiert fünf technische Grundpfeiler: Updates, Datensicherung, Zugriffsschutz, E-Mail-Sicherheit und Prüfung von Cloud-Diensten. Zur Umsetzung stellt die Behörde einen Quick-Check IT-Sicherheit (PDF), Hinweise zur IT-Sicherheitsrichtlinie, einen Umsetzungsfahrplan sowie eine IT-Notfallkarte bereit — alles kostenlos abrufbar über die BSI-Webseite.
Was das für Smart-Home-Nutzer bedeutet
Die fünf Basics lassen sich eins zu eins auf Smart-Home-Netzwerke übertragen. Viele Haushalte betreiben inzwischen Gesundheits-IoT-Geräte — Smartwatches, Smart Scales, Blutdruckmesser oder Schlaftracker — die ebenfalls sensible Gesundheitsdaten verarbeiten. Wer sein Netzwerk absichern möchte, findet praktische Schritte im Smart-Home-Sicherheits-Guide. Mehr zum Datenschutz zeigt der Artikel Sicherheit und Datenschutz.

