
Einsteiger · Kapitel 5 von 8
Das Homematic IP Heizkörperthermostat läuft lokal, zuverlässig und auf 868 MHz. Hier lernst du, wie du es in 6 Schritten anlernst, den richtigen Adapter wählst und es in Home Assistant einbindest.
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Das Wichtigste in Kürze
3 Kernaussagen für Schnellleser
Das Homematic IP Heizkörperthermostat (HKT) lernst du in 6 Schritten an: Access Point anschließen, App einrichten, HKT in Anlernmodus bringen, in der App bestätigen, Ventiladapter aufstecken, Zeitplan anlegen. Du brauchst zwingend den Homematic IP Access Point 2 oder eine CCU3. Häufigste Fehler: falscher Ventiladapter, kein ausreichendes Funksignal.
Homematic IP kommt von eQ-3, einem deutschen Unternehmen, und setzt auf ein eigenes 868-MHz-Funkprotokoll. Das ist kein Zigbee, kein WLAN, kein Matter — sondern ein geschlossenes System, das über seinen eigenen Access Point (AP) oder eine CCU kommuniziert.
Vorteile: Sehr zuverlässige Funkverbindung (868 MHz durchdringt Wände besser als 2,4 GHz). Lokaler Betrieb möglich, auch bei Internetausfall. Lange Batterielaufzeit (1–2 Jahre). Qualitativ hochwertige Verarbeitung. Europäische Server (DSGVO-konform).
Nachteile: Du brauchst zwingend den Homematic IP Access Point 2 (HmIP-HAP2) oder eine CCU3 — das erhöht die Einstiegskosten. Keine herstellerübergreifende Kompatibilität wie bei Zigbee oder Matter out-of-the-box.
Homematic IP Heizkörperthermostat — der Aktor, der auf das Ventil aufgesteckt wird. Es gibt zwei Modelle: das HmIP-eTRV (Evo)(öffnet in neuem Tab) mit großem Display (empfehlenswert für Einsteiger) und das kompaktere HmIP-eTRV-2. Beide funktionieren identisch im System.
Homematic IP Access Point 2 (HmIP-HAP2) — die Bridge, die per LAN ans Heimnetz angeschlossen wird. Das Starter Set Evo(öffnet in neuem Tab) (AP2 + 2 Thermostate) ist oft günstiger als Einzelkauf und deckt direkt zwei Räume ab.
Den passenden Ventiladapter — M30 × 1,5 liegt bei, andere Typen (Danfoss RA, Heimeier) als Zubehör (ca. 3–8 €).
Smartphone mit Homematic IP App (iOS/Android, kostenlos).
Pro-Tipp
Wenn du bereits einen Raspberry Pi mit Home Assistant betreibst, ist eine CCU3 oder RaspberryMatic eine sinnvolle Alternative zum offiziellen Access Point — mehr Kontrolle, kein Cloud-Konto nötig, aber etwas mehr Einrichtungsaufwand. Für den ersten Start reicht der AP2.
Das HKT wird direkt auf das Heizkörperventil aufgeschraubt. Der wichtigste Schritt vor dem Kauf: Welchen Adapter braucht dein Ventil?
| Gewindetyp | Typische Hersteller | Im Lieferumfang? |
|---|---|---|
| M30 × 1,5 | Danfoss, IMI, Heimeier (neuere) | Ja |
| Danfoss RA | Ältere Danfoss-Ventile | Nein, separat |
| Heimeier / Comap | Heimeier, Comap | Nein, separat |
| Caleffi | Caleffi | Nein, separat |
| Giacomini | Giacomini | Nein, separat |
Wusstest du schon?
Wenn du nicht sicher bist, welchen Adapter du brauchst: Schraube den alten Thermostatkopf ab (bei kaltem Heizkörper — Ventil dreht dann zu) und such die Aufschrift auf dem Ventilgehäuse. Danfoss-Ventile haben oft ein kleines „RA"-Logo eingeprägt. Ein Foto an den eQ-3-Support hilft bei Unklarheiten.
Pro-Tipp
Nach der Kalibrierung kurz prüfen: HKT auf 22 °C stellen, nach 2 Minuten sollte der Heizkörper warm werden. Wenn er kalt bleibt, sitzt der Adapter falsch oder das Ventil ist beschädigt.
Das HKT kann deutlich mehr als nur Zeitplan-Heizen. Diese Funktionen lohnen sich im Alltag:
Das HKT läuft auf 2× AA-Batterien (Mignon). Typische Laufzeit: 1–2 Jahre, je nach Ventilhub-Häufigkeit und Raumtemperatur. Die App warnt rechtzeitig, wenn der Ladestand unter ca. 20 % sinkt.
Batterien wechseln: HKT vom Ventil abschrauben (nach links drehen), Gehäuse oben aufklappen, Batterien tauschen, wieder aufschrauben. Das HKT kalibriert sich nach dem Aufstecken neu (ca. 30 Sekunden, Ventil bleibt in der Zwischenzeit geschlossen).
Wusstest du schon?
Verwende Marken-Alkaline-Batterien (z. B. Duracell, Varta) statt Billig-Varianten. Günstige Batterien haben eine flachere Entladekurve — das führt zu falschen Ladestand-Anzeigen und unerwartetem Ausfall.
Homematic IP hat eine offizielle Home Assistant Integration — homematicip_cloud(öffnet in neuem Tab). Sie kommuniziert über die Homematic-Cloud-API als Brücke zwischen HA und deinem AP2.
Einbindung in 3 Schritten:
Nach dem Pairing erscheinen alle Thermostate als climate-Entitäten in Home Assistant. Wichtig: Zeitpläne entweder in der Homematic-App oder in HA-Automatisierungen pflegen — nicht in beiden gleichzeitig, sonst überschreiben sie sich gegenseitig.
Vollständig lokal (ohne Cloud): Das geht mit einer CCU3 oder RaspberryMatic und der Community-Integration hahomematic(öffnet in neuem Tab). Dabei ist kein Cloud-Konto nötig — alle Befehle laufen direkt über das 868-MHz-Funknetz. Das ist fortgeschrittener Stoff — für den Einstieg reicht die offizielle Cloud-Integration.
Pro-Tipp
Sobald die Thermostate in HA sichtbar sind, kannst du sie mit einer Anwesenheitserkennung (person-Entitäten) oder dem Heizkurven-Guide kombinieren — für witterungsgeführtes Heizen direkt aus Home Assistant.
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