Zum Inhalt springen

HomeStackR
Zurück zur Übersicht

Einsteiger · Kapitel 1 von 1

Shelly in Home Assistant

Erstes Gerät, ohne Cloud, Generation statt App – so bindest du Shelly lokal in Home Assistant ein.

Lesezeit: ~8 MinAktualisiert 2. September 2026

Affiliate-Links: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen – für dich bleibt der Preis gleich.

Das Wichtigste in Kürze

3 Kernaussagen für Schnellleser

Das erste Shelly gehört lokal in Home Assistant: Gerät wählen, Cloud aus, offizielle Integration. EU-Zwischenstecker ist der Plug S Gen3, nicht Plug S Gen4. Ein-Kanal und Dimmer: Gen4 aktuell, Gen3 erhältlich. 1PM und 2PM: Gen3 statt Plus. Stromzähler und Unterputz-Dimmer bleiben eigene Artikel.

  • Erstes Shelly wählen, Cloud im Gerät aus, dann die offizielle Home-Assistant-Integration.
  • EU-Einstieg ist der Plug S Gen3, nicht der US-Plug S Gen4. 1-Kanal und Dimmer sind bei Gen4 aktuell; 1PM/2PM bei Gen3 statt Plus.
  • Dieser Text ersetzt nicht den Stromzähler- und nicht den Unterputz-Dimmer-Artikel.
DIN-Schienen-Relais auf einer Werkbank neben Laptop und lokalem Netzwerk-SwitchKI-generiert
Shelly-Relais lassen sich im lokalen Netz direkt in Home Assistant einbinden – eine Hersteller-Cloud ist dafür nicht nötig.

Nicht die App zuerst – das erste Gerät

Shelly braucht keine extra Bridge: Das Modul hängt im WLAN, hat eine lokale Weboberfläche und spricht eine dokumentierte RPC- bzw. REST-API. Genau deshalb landet es oft als erstes Gerät in Home Assistant. Der Fehler beim Einstieg ist fast immer derselbe: Du richtest alles in der Shelly-Cloud-App ein und hoffst danach, dass Home Assistant „irgendwie mitkommt“.

HomeStackR dreht die Reihenfolge um. Zuerst klärst du, welches erste Gerät du wirklich brauchst. Dann schaltest du die Cloud aus. Erst danach kommt die Integration. Die Linie ist dieselbe wie in Cloud vs. lokal: Was geht noch, wenn das Herstellerkonto tot ist? Bei Shelly die ehrliche Antwort: Schalten, Messen, Automationen – lokal, ohne Cloud-Pflicht.

Dieser Text ersetzt nicht den Shelly-Stromzähler und nicht den Unterputz-Dimmer. Hier entscheidest du nur den Einstieg: erstes Gerät, Generation, App oder lokales Home Assistant.

Fünf Fragen vor dem Modellnamen

  1. Läuft Home Assistant schon? Ohne Zentrale vergleichst du Apps, nicht Integrationen. Die Installation steht in Home Assistant: Installation & erste Schritte.
  2. Stecker oder Unterputz? Das erste Shelly sollte ein Zwischenstecker sein, wenn du 230 V noch nicht anfassen willst. Hinter dem Lichtschalter ist ein Eingriff in die feste Elektrik – Fachkraft, nicht der erste Samstagnachmittag.
  3. Nur schalten oder auch messen? Ein Relais ohne Messung reicht für Licht an/aus. Wer Verbrauch sehen will, nimmt ein PM-Modell oder einen Plug mit Messung – den Zählerschrank lässt du dem Stromzähler-Artikel.
  4. Cloud aus oder App-Komfort? Die Shelly-App kann das WLAN einmalig setzen. Für den Alltag in Home Assistant brauchst du kein Shelly-Konto und keine dauerhafte Cloud-Verbindung.
  5. Welche Generation? Kauf nach Einsatz, nicht nach der Zahl auf der Schachtel. Aktueller Ein-Kanal: 1 Gen4 (1 Gen3 bleibt erhältlich). Aktueller Unterputz-Dimmer: Dimmer Gen4. Schalten und messen: 1PM-Linie (Gen3, im EU-Shop auch Gen4) – nicht Plus 1PM. Zwei Kanäle: 2PM Gen3, nicht Plus 2PM. EU-Zwischenstecker: Plug S Gen3, nicht der US-Plug S Gen4.

Pro-Tipp

Kaufe das erste Gerät nach dem Einsatz, nicht nach der Generation auf der Verpackung. Ein Plug im Wohnzimmer beweist lokale Steuerung. Ein Unterputz-Modul ohne Dose und Neutralleiter beweist nur Frust.

Welches erste Shelly?

Drei ehrliche Einstiege, ohne den Stromzähler-Artikel zu ersetzen:

  • Kein Werkzeug, erste Probe: ein Zwischenstecker mit Messung. Der aktuelle Einstieg im DE/EUR-Shop ist der Shelly Plug S Gen3 – Schuko, einstecken, WLAN, lokal schalten und Verbrauch sehen. Die Plus-Linie heißt hier Plus Plug S(öffnet in neuem Tab); älter, derselbe Job. Den Plug S Gen4 lässt du weg: der ist ein US/NEMA-Modell, kein EU-Erstgerät.
  • Licht oder eine Last fest verdrahtet, nur an/aus: der aktuelle Ein-Kanal ist der Shelly 1 Gen4. Der Shelly 1 Gen3(öffnet in neuem Tab) bleibt erhältlich und ist der Nachfolger des Plus 1. Plus 1 nur noch als Restgerät.
  • Schalten und messen an einem Stromkreis: Shelly 1PM Gen3, Nachfolger des Plus 1PM; im EU-Shop liegt auch der 1PM Gen4. Plus 1PM ist Vorgänger, kein Default. Zwei Kanäle oder ein Rollo: Shelly 2PM Gen3, nicht Plus 2PM. Dimmen hinter dem Wandschalter: der aktuelle Dimmer ist Gen4; der Shelly Dimmer Gen3(öffnet in neuem Tab) bleibt erhältlich – aber erst nach dem Sicherheitskapitel im Shelly-Unterputz-Dimmer.

Für die gesamte Hauseinspeisung oder den Zählerschrank bleibst du beim Shelly als Stromzähler (3EM, Phasen, Energy Dashboard). Das ist kein Erstgerät.

Generation und Cloud-App im Überblick

Entscheidungskriterien für den Einstieg, keine Rangliste. Cloud-App meint Shelly Smart Control als Dauerbetrieb – nicht das einmalige WLAN-Anlernen.

KriteriumShelly Gen3/Gen4Shelly PlusCloud-App
Cloud nötigNein, lokale Web-UI und RPCNein, lokale Web-UI und RPCJa, sobald die App der Alltagsweg ist
Home AssistantOffizielle Integration, DiscoveryOffizielle Integration, DiscoveryUmweg, kein Ersatz für die Integration
Lokale APIRPC / HTTP, ohne InternetRPC / HTTP, ohne InternetHerstellerkonto, Fernzugriff über Cloud
MatterOft per Firmware, Modell prüfenModell- und firmwareabhängigIrrelevant, wenn HA lokal spricht
Typisches ErstgerätPlug S Gen3, 1PM Gen3Plus Plug SJedes Modell – aber der falsche Zielweg
Nachfolger-Status

1-Kanal und Dimmer: Gen4 aktuell, Gen3 erhältlich; PM und EU-Stecker: Gen3

Vorgänger-Linie, RestgeräteKein Hardware-Lager, nur der Betriebsweg
DatenBleiben im LAN, wenn Cloud aus istBleiben im LAN, wenn Cloud aus istZustände und Historie beim Hersteller

Lokal einrichten, Cloud aus

Die USP von Shelly ist nicht die App, sondern dass kein Cloud-Konto Pflicht ist. So bleibt das erste Gerät unabhängig:

  1. WLAN setzen. Über den Geräte-Access-Point oder Bluetooth die SSID deines Netzes eintragen. Ein Shelly-Konto ist dafür nicht nötig. Wenn die App nur das WLAN setzt, ist das in Ordnung – sie muss danach nicht der Steuerweg bleiben.
  2. Lokale Web-UI öffnen. Im Router die IP suchen, im Browser öffnen. Name vergeben, Authentifizierung setzen, Zeitserver und Firmware prüfen.
  3. Cloud deaktivieren. In den Geräte-Einstellungen die Cloud-Verbindung ausschalten. Danach darf das Modul ohne WAN weiter schalten.
  4. IP festhalten. DHCP-Reservierung im Router oder statische IP im Gerät. Home Assistant findet Shelly per Discovery – eine wandernde IP macht das unnötig nervös.
  5. Beweis: WAN am Router trennen oder Flugmodus-Test. Schaltet das Relais in Home Assistant weiter, bist du lokal. Tut es das nicht, hängt noch ein Cloud- oder DNS-Umweg.

Pro-Tipp

MQTT ist optional, nicht der Einsteigerweg. Die offizielle Shelly-Integration in Home Assistant spricht das Gerät direkt an. MQTT lohnt später, wenn du Brokers und Topics bewusst willst – nicht für das erste Relais.

In Home Assistant anlegen

Home Assistant bringt eine offizielle Shelly-Integration. Kein HACS-Pflichtweg, kein Cloud-Poll über das Herstellerkonto.

  1. Gerät und Home Assistant liegen im selben LAN (oder in einer VLAN-Regel, die RPC/HTTP und Discovery durchlässt).
  2. Einstellungen → Geräte & Dienste. Taucht Shelly unter Entdeckte Geräte auf, konfigurierst du es dort. Sonst Integration manuell hinzufügen und die IP eintragen.
  3. Zugangsdaten der Geräte-UI hinterlegen, wenn du ein Passwort gesetzt hast – und das solltest du.
  4. Relais, Sensoren und die optionale Energie-Entity prüfen. Ein Plug oder 1PM liefert Schalter plus Leistung; ein Relais ohne Messung (1 Gen3, 1 Gen4) liefert den Kanal.
  5. Erste Automation klein halten: Sonnenuntergang → Relais an. Die läuft lokal, auch ohne Internet, sobald Trigger und Gerät lokal sind.

Gen1 (klassisches CoIoT) und Gen2+ (RPC) behandelt die Integration unterschiedlich – du merkst das vor allem an älteren Restgeräten. Plus, Gen3 und Gen4 sind der aktuelle RPC-Weg. Firmware aktuell halten, bevor du ein „wird nicht gefunden“ als Hardware-Fehler verbuchst.

Wusstest du schon?

Matter auf dem Karton ändert den lokalen Shelly-Weg nicht. Home Assistant kann das Modul über die Shelly-Integration steuern, ohne dass du einen Matter-Fabric-Tanz brauchst. Matter ist ein Zusatzpfad, kein Ersatz für die lokale API.

Plus, Gen3 oder Gen4 – wann welches?

Die Aufschrift Plus ist keine bessere Liga als Gen3 oder Gen4. Es sind Hardware-Generationen mit derselben lokalen Idee: WLAN, Web-UI, RPC, optionale Cloud.

  • Gen4 kaufen, wenn du den aktuellen Ein-Kanal-Schalter (1 Gen4) oder den aktuellen Unterputz-Dimmer (Dimmer Gen4) willst. Für Home Assistant zählt dasselbe wie bei Gen3: IP, Cloud aus, offizielle Integration.
  • Gen3 kaufen, wenn der Job ein EU-Stecker (Plug S Gen3), ein 1PM Gen3 oder ein 2PM Gen3 ist – oder du bewusst Gen3 statt Gen4 nimmst, solange das Modell im Shop liegt. Der 1PM Gen4 ist im EU-Shop die neuere 1PM-Generation mit Messung; Generation prüfen, Messung zählt mehr als die Zahl auf der Schachtel.
  • Plus kaufen nur als Restgerät: Plus Plug S, Plus 1PM, Plus 2PM. Die alte Formel „Plus, wo kein Gen3-Äquivalent sitzt“ gilt für 1PM und 2PM nicht mehr.
  • Nicht nach „neuer = immer besser“ sortieren. Ein 1PM (schalten und messen) im Heizstab-Kreis ist das richtige Werkzeug. Ein Relais ohne Messung – 1 Gen3 oder 1 Gen4 – ist es dort nicht.

Die Cloud-App gewinnt nur den Komfort, vom Sofa ohne eigene Zentrale zu schalten. Den Preis kennst du aus Cloud vs. lokal: Account, Erreichbarkeit des Herstellers, Datenweg nach draußen. Für Home Assistant ist das der Nebenweg.

Was dieser Einstieg nicht ersetzt

Zwei angrenzende Texte bleiben zuständig – hier nur die Abgrenzung:

  • Zählerschrank, 3EM, Energy Dashboard, Kalibrierung: weiter zum Shelly-Stromzähler. Ein Plug oder 1PM ersetzt keinen dreiphasigen Zähler.
  • Wandschalter, Neutralleiter, LED-Kompatibilität, 230 V: weiter zum Shelly-Unterputz-Dimmer. Der Dimmer Gen4 ist die aktuelle Generation, der Dimmer Gen3 der Vorgänger – die Bauanleitung steht dort, nicht hier.

Unterputz bleibt ein Eingriff in die feste Installation. Sicherung aus, Spannungsfreiheit, bei Unsicherheit Elektriker. Mieter klären den Vermieter, bevor ein Aktor in die Dose wandert.

Kurze Entscheidungshilfe

  • Noch keine Zentrale: zuerst Home Assistant installieren, dann das erste Shelly.
  • Erste Probe ohne Schraubenzieher: Plug S Gen3, Cloud aus, offizielle Integration. Nicht Plug S Gen4 (US/NEMA).
  • Erstes festes Relais, nur schalten: 1 Gen4, sonst 1 Gen3; nicht mehr Plus 1 als Default.
  • Schalten und messen an einem Kreis: 1PM Gen3 (im Shop auch 1PM Gen4). Zwei Kanäle oder Rollo: 2PM Gen3.
  • Dimmen hinter dem Schalter: Dimmer Gen4 und der Unterputz-Artikel; Dimmer Gen3 bleibt Vorgänger.
  • Hausverbrauch, PV, Phasen: Stromzähler-Artikel, nicht dieses Erstgerät.
  • Kriterium „lokal“: Cloud im Gerät aus. Wenn das Relais ohne Internet schaltet, bist du fertig.

Häufige Fragen zu Shelly in Home Assistant

Brauche ich die Shelly-Cloud für Home Assistant?
Nein. WLAN einmalig setzen, Cloud im Gerät aus, dann die offizielle Shelly-Integration. Schalten und Messen laufen lokal über RPC/HTTP – ohne Herstellerkonto.
Shelly Gen3 oder Plus – welches kaufe ich?
Nach Einsatz, nicht nach der Zahl auf der Schachtel. Aktueller Ein-Kanal: 1 Gen4 (1 Gen3 bleibt erhältlich). Aktueller Unterputz-Dimmer: Dimmer Gen4. Schalten und messen: 1PM Gen3, im EU-Shop auch 1PM Gen4 – nicht Plus 1PM. Zwei Kanäle: 2PM Gen3. EU-Zwischenstecker: Plug S Gen3, nicht der US-Plug S Gen4. Plus nur noch als Restgerät (Plus Plug S, Plus 1PM, Plus 2PM).
Welches Shelly ist das richtige erste Gerät?
Ohne Werkzeug ein Plug S Gen3 (EU/Schuko). Nur schalten: 1 Gen4, sonst 1 Gen3. Schalten und messen an einem Kreis: 1PM Gen3. Zählerschrank und 3EM gehören in den Artikel Shelly als Stromzähler, nicht ins Erstgerät.
Wie binde ich Shelly lokal in Home Assistant ein?
Gerät und Home Assistant ins selbe LAN, Cloud aus, IP reservieren. Unter Einstellungen → Geräte & Dienste die offizielle Integration nutzen – per Discovery oder mit der IP. MQTT ist optional, nicht der Einsteigerweg.