Raspberry Pi 4 mit 4 GB
Der Preis-Leistungs-Favorit für Home Assistant und ioBroker im Einstieg.

Stufe 1 · Kapitel 2 von 5
Budget, Mittelklasse oder Premium: welche Drucker sich für Smart-Home-Gehäuse eignen und worauf du beim Kauf achten musst.
In 30 Sekunden
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Bevor wir zu den konkreten Modellen kommen, hier die Kriterien, die für Smart-Home-Nutzer besonders wichtig sind:
Ohne Auto-Leveling musst du das Druckbett manuell mit Papier und Schrauben einstellen — nervig und fehleranfällig. Drucker mit BLTouch, CR-Touch oder (noch besser) elektromagnetischem Leveling erledigen das automatisch. Für Einsteiger ist das ein unverzichtbares Feature.
Die meisten Smart-Home-Gehäuse sind klein (Shelly: 5 x 5 cm,Raspberry Pi: 9 x 6 cm). Ein Druckbett von 220 x 220 mm reicht völlig. Brauchst du gelegentlich größere Teile (z.B. ein Server-Rack), solltest du mindestens 256 x 256 mm oder sogar 300 x 300 mm in Betracht ziehen.
PLA haftet auch auf kalten Betten, aber PETG und ABS brauchen ein beheiztes Bett (80 – 110 °C). Da PETG für Smart-Home-Gehäuse der Standardwerkstoff ist, solltest du ein beheiztes Bett als Pflicht betrachten.
Für ABS und ASA ist ein geschlossener Bauraum wichtig, damit der Druck nicht durch Zugluft reißt. Für PLA und PETG reicht ein offener Drucker. Wenn du ABS planst, kauf einen Drucker mit Gehäuse oder rüste später nach.
Pro-Tipp
Kauf keinen Drucker ohne Auto-Leveling, wenn du Anfänger bist. Das manuelle Leveling ist die häufigste Frustrationsquelle und vergrault mehr Einsteiger als jeder andere Faktor.
Der Ender 3 V3 SE ist der aktuelle Shooting-Star der Einstiegsklasse. Creality hat aus den Fehlern der alten Ender-3-Generation gelernt und einen Drucker geliefert, der direkt aus der Box brauchbare Ergebnisse liefert:
Nachteile: Kein geschlossener Bauraum, kein Multicolor-Druck, Display eher funktional als schön. Der Ender 3 V3 SE braucht mehr manuelles Tuning als Bambu- oder Prusa-Drucker — aber zum Preis ist das fair.
Wusstest du schon?
Der originale Creality Ender 3 (ohne V3) war jahrelang der meistverkaufte 3D-Drucker der Welt. Die V3-Version korrigiert die Schwächen des Originals: bessere Qualitätssicherung, direkter Extruder und ab Werk kalibriertes Auto-Leveling.
Bambu Lab hat den Consumer-3D-Druck 2022 auf den Kopf gestellt. Der A1 Mini ist der kleine Bruder des X1 Carbon — und für Smart-Home-Zwecke oft die beste Wahl:
Nachteile: Kleinere Baugröße (keine großen Server-Racks), proprietäres Ökosystem (kein Marlin/Klipper), kein geschlossener Bauraum. Wer größere Teile braucht, sollte zum Bambu Lab A1 (ohne Mini) greifen (ab 400 €, 256 x 256 mm).
Pro-Tipp
Der Bambu A1 Mini ist ideal, wenn du hauptsächlich kleine Smart-Home-Gehäuse druckst. Ein Shelly-Gehäuse dauert nur noch 30 — 45 Minuten statt 2 Stunden auf einem alten Ender 3.
Wenn Geld keine Rolle spielt oder du professionelle Ergebnisse brauchst, gibt es zwei Spitzenreiter:
Der Referenzdrucker im Consumer-Bereich. Vollständig geschlossener Bauraum mit Kameras, LIDAR-Leveling, 600 mm/s Druckgeschwindigkeit, AMS für 4-farbigen Druck und Carbonfaser-Gestänge. Druckt ab Werk auf Prusa-Niveau — ohne manuelles Tuning.
Der Prusa MK4 ist der Open-Source-Champion. Tschechische Präzision, unzählige Modifikationen, hervorragende Dokumentation. Der Druck ist langsamer als beim X1 Carbon, aber die Zuverlässigkeit ist legendär. Ideal, wenn du einen Drucker kaufst, der in 5 Jahren noch läuft und reparierbar ist.
| Eigenschaft | Ender 3 V3 SE | Bambu A1 Mini | X1 Carbon | Prusa MK4 |
|---|---|---|---|---|
| Preis | ab 170 € | ab 300 € | ab 1.000 € | ab 550 € |
| Baugröße | 220 x 220 mm | 180 x 180 mm | 256 x 256 mm | 250 x 210 mm |
| Auto-Leveling | CR-Touch | Mikro-LIDAR | Mikro-LIDAR | nGEN-LD |
| Geschlossen | Nein | Nein | Ja | Optional |
| Max. Geschwindigkeit | 250 mm/s | 500 mm/s | 600 mm/s | ~ 300 mm/s |
| Einsteigerfreundlich | Mittel | Sehr gut | Sehr gut | Gut |
| Open Source | Teilweise | Nein | Nein | Ja |
Welche Entscheidung du triffst, hängt von deinem Budget und deinen Ansprüchen ab:
Egal für welchen Drucker du dich entscheidest — im nächsten Artikel gehen wir der Frage nach, welches Filament für welchen Zweck das richtige ist.
Der Preis-Leistungs-Favorit für Home Assistant und ioBroker im Einstieg.
Der belastbare Smart-Home-Standard für Gehäuse, Halterungen und Pi-Cases.
Wenn dein Druck UV-stabil und outdoor-tauglich sein muss.
Der Budget-Tipp, wenn du mit möglichst wenig Geld starten willst.
Schneller, komfortabler Mittelklasse-Drucker für kleine Smart-Home-Teile.
Die langfristige Open-Source-Option mit starker Ersatzteilversorgung.