Shelly 3EM
Dreiphasige Messung am Zählerschrank für Gesamtverbrauch und Lastprofile.

Stufe 1 · Kapitel 2 von 5
Eine PV-Anlage ohne Smart Home verschenkt Geld. Wer Erzeugung und Verbrauch koordiniert, steigert den Eigenverbrauch, senkt Stromkosten und nutzt Überschuss statt ihn für Cent-Beträge einzuspeisen.
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Photovoltaik-Module wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom. Der Wechselrichter macht daraus netzkompatiblen Wechselstrom. Was du selbst verbrauchst, ist Eigenverbrauch; was übrig bleibt, fließt ins Netz und wird mit der Einspeisevergütung vergütet. Eine typische 10-kWp-Anlage in Süddeutschland erzeugt ca. 10.000 kWh/Jahr — bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh fließen ohne Optimierung etwa 6.000 kWh ins Netz.
Ohne Smart Home liegt der Eigenverbrauch meist bei 25–35 % — du verkaufst also 65–75 % deiner Produktion für 8 ct/kWh, während du gleichzeitig Strom für 35 ct/kWh kaufst. Genau hier setzt das Smart Home an.
Jede kWh, die du selbst nutzt, spart dir den Bezugspreis (ca. 35 ct/kWh in 2026). Jede kWh, die du einspeist, bringt dir die Einspeisevergütung (ca. 8 ct/kWh nach EEG). Die Differenz von 27 ct/kWh ist dein Sparpotenzial. Wenn du also 1.000 kWh mehr selbst verbrauchst statt einzuspeisen, sparst du 270 € im Jahr — allein durch clevere zeitliche Verschiebung von Verbrauchern.
| Szenario | Eigenverbrauch | Einspeisung | Jährl. Ersparnis |
|---|---|---|---|
| Kein Smart Home | 30 % | 70 % | — |
| Mit Shelly + Zeitplänen | 45 % | 55 % | +150–250 € |
| Mit PV-Überschuss-Steuerung | 55–65 % | 35–45 % | +300–450 € |
| Mit PV-Steuerung + Batterie | 70–80 % | 20–30 % | +400–600 € |
Wusstest du schon?
Die Einspeisevergütung nach EEG 2023 liegt bei ca. 8 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp. Der Strombezug kostet dagegen 33–38 ct/kWh. Jede selbst genutzte kWh ist also ca. viermal mehr wert als eine eingespeiste.
Ein Stromspeicher fängt den Überschuss zur Mittagsstunde auf und gibt ihn abends wieder. Klingt perfekt — aber die Wirtschaftlichkeit hängt von drei Faktoren ab: Speicherpreis, Strompreis und Eigenverbrauchsquote ohne Speicher. Wenn du mit Automatisierungen bereits 55–65 % Eigenverbrauch erreichst, bringt ein Speicher weitere 10–15 % — das amortisiert einen 5.000–8.000 € teuren Akku in 8–12 Jahren. Bei steigenden Strompreisen und sinkenden Speicherpreisen verbessert sich die Rechnung.
Unsere Empfehlung: Erst Smart-Home-Automatisierung, dann Speicher. Dann weißt du genau, wie groß der Speicher sein muss — und vermeidest eine Überdimensionierung.
Pro-Tipp
Wenn dein Wechselrichter gerade keinen Überschuss meldet, heißt das nicht, dass du keinen Eigenverbrauch hast. Der Eigenverbrauch läuft „unsichtbar" — dein Haus zieht Strom, während die PV produziert, und der Überschuss ist nur der Rest. Smart Home greift genau in diesen „Rest-Überschuss" ein und verschiebt Lasten dorthin. Der PV-Optimierer zeigt dir, wie viel du durch Lastverschiebung zusätzlich einsparen kannst.
Dreiphasige Messung am Zählerschrank für Gesamtverbrauch und Lastprofile.
Der schnellste Einstieg in Verbrauchsmessung pro Gerät und Standby-Kontrolle.