Shelly Plus 1PM
Schaltaktor mit Messung für einzelne Stromkreise und leistungsstarke Verbraucher.

Stufe 1 · Kapitel 4 von 5
Eine Wärmepumpe ohne Smart Home ist wie ein Premium-Auto im ersten Gang. Das Potenzial ist riesig — aber du musst schalten.
In 30 Sekunden
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Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme und gibt sie an den Heizkreislauf ab — wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt. Dafür braucht sie Strom, aber viel weniger, als sie an Wärme liefert. Das Verhältnis heißt Jahresarbeitszahl (JAZ): JAZ 4 bedeutet, 1 kWh Strom wird zu 4 kWh Heizwärme. Die beiden wichtigsten Bauarten:
Warum ist die WP so interessant für das Smart Home? Weil sie flexibel steuerbar ist. Sie kann laufen, wenn Strom billig ist, pausieren, wenn der Netzbezug hoch ist, und das Haus vorwärmen wenn die Sonne scheint. Genau das erfordert aber ein Steuerungssystem.
Wusstest du schon?
Mit einer JAZ von 4 und einem Strompreis von 35 ct/kWh kostet 1 kWh Heizwärme ca. 8,75 ct — deutlich weniger als Gas (12–15 ct/kWh) oder Öl (10–12 ct/kWh). Und mit PV-Strom zu 0 ct/kWh Bezugspreis sinkt der Heizkostenanteil auf nahezu null.
SG-READY (Smart Grid Ready) ist ein standardisiertes Interface an der Wärmepumpe, das dem Netzbetreiber oder einem Smart-Home-System erlaubt, die WP in bestimmten Modi zu betreiben:
Technisch wird SG-READY über zwei potentialfreie Kontakte am WP-Regler realisiert. Ein Shelly Plus 1PM genügt, um diese Kontakte per Smart Home zu schalten. Alternativ bieten Hersteller wie Viessmann, Stiebel Eltron und Mitsubishi direkte API-Anbindungen.
Eine Wärmepumpe braucht typischerweise 3.000–6.000 kWh Strom pro Jahr. Wenn du diesen Strom aus der PV-Anlage beziehst, heizt du praktisch kostenlos. Realistisch erreichst du einen PV-Deckungsgrad von 30–50 % — je nach Anlagengröße und Verbrauchsprofil. Mit intelligenter Steuerung steigt der Deckungsgrad weiter, weil die WP gezielt dann läuft, wenn die Sonne scheint.
Der PV-Optimierer hilft dir, die richtige Dimensionierung und Steuerungsstrategie für deine Kombination aus PV + WP zu finden.
Wenn die PV-Anlage Überschuss produziert (Bezug < 0), schalte die WP über SG-READY in den „Empfohlen"-Modus. Die WP erhöht die Vorlauftemperatur und speichert Überschussenergie als Wärme im Puffer. So nutzt du 1 kWh PV-Überschuss zu 4 kWh Heizwärme (bei JAZ 4) — ein Vielfaches der Einspeisevergütung.
Bei einem dynamischen Stromtarif (Tibber, Octopus Energy, aWATTar) variieren die Preise stündlich. Deine Smart-Home-Automatisierung liest die stündlichen Preise per API und startet die WP bevorzugt in den günstigsten Stunden. Bei einem typischen Preis-Spread von 15 ct/kWh zwischen teuren und günstigen Stunden sparst du bei 5.000 kWh WP-Strombedarf ca. 250 €/Jahr.
Die klassische Nachtabsenkung auf 18 °C ist simpel, aber starr. Smart: Senke nur ab, wenn niemand zu Hause ist (Anwesenheitserkennung per Smartphone-WLAN oder einem Bewegungsmelder). Smarte Einzelraumsteuerungen wie das tado° Starter-Kit oder das Shelly Heizkörperthermostat helfen dabei, die Räume bedarfsgerecht zu heizen. Und heize morgens nicht blind hoch, sondern wandele den Strompreis in eine Heizkurve: Billig → früher hoch, teuer → später hoch.
Wenn alle das Haus verlassen, senkt das Smart Home die WP auf Frostschutz (12 °C) oder einen Minimalwert. Heizphase startet automatisch, sobald jemand nach Hause kommt — mit genug Vorlauf, dass es warm ist, wenn die Tür aufgeht. Die smarte Anwesenheitserkennung kombiniert WLAN-Presence, Kalender und Geofencing.
Je nach Hersteller und Modell stehen verschiedene Integrationswege offen:
Pro-Tipp
Die häufigste Fehleinschätzung: „WP einfach ausschalten spart am meisten." Falsch — die WP beim Wiedereinschalten muss das Haus von Grund auf neu aufheizen, was mehr Energie kostet als kontinuierlicher Betrieb mit moderater Absenkung. 2–3 °C Absenkung sind der Sweet Spot zwischen Komfort und Effizienz. Nicht mehr, nicht weniger.
Schaltaktor mit Messung für einzelne Stromkreise und leistungsstarke Verbraucher.
Batteriebetriebener Bewegungsmelder für Licht-Szenen und Anwesenheitserkennung.
Smarte Heizungssteuerung mit Bridge, Raumthermostat und bis zu 10 Thermostaten — ideal für die Heizungsoptimierung von EG bis DG.
Smartes Thermostat für Heizkoerper — einfach aufdrehen, keine Installation.