FRITZ! Smart Energy
Smarter Zwischenstecker zur präzisen Verbrauchsmessung und Steuerung im AVM FRITZ!Box-Heimnetz.

Stufe 1 · Kapitel 5 von 5
Statt 35 ct/kWh rund um die Uhr zu zahlen, zahlst du mit einem dynamischen Tarif stündlich marktgerechte Preise — manchmal 5 ct, manchmal 50 ct. Mit Smart Home steuerst du automatisch in die günstigen Stunden.
In 30 Sekunden
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Der Strompreis an der Börse (EPEX SPOT / Nordpool) schwankt jede Stunde. Nachts, wenn wenig nachgefragt wird, ist Strom billig. Abends, wenn alle kochen und heizen, ist er teuer. Wind- und Solarangebot drücken tagsüber die Preise — manchmal sogar unter null (negative Preise). Ein dynamischer Tarif gibt diese stündlichen Preise 1:1 an dich weiter, plus eine feste Marge des Anbieters (ca. 3–5 ct/kWh) und Netzentgelte.
Das Prinzip ist einfach: Verbrauch in billige Stunden verlagern, teure Stunden meiden. Ohne Smart Home passiert das zufällig; mit Smart Home wird es systematisch.
Typischer Preisverlauf eines Wintertages:
Wusstest du schon?
An Tagen mit hohem Wind- und Solarangebot können die Spotpreise negativ werden — du bekommst also Geld dafür, Strom zu verbrauchen. Dies passiert ca. 50–100 Stunden im Jahr. Mit einem dynamischen Tarif profitierst du direkt; mit einem Festpreis fließt dieser Bonus an den Anbieter.
| Anbieter | Basispreis | Arbeitspreis | API | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Tibber | — | Spot + 3,9 ct | REST-API | App mit Echtzeit-Preisen, Tibber Pulse, Smart-Home- Integration |
| Octopus Energy | — | Spot + 3,8 ct | REST-API | Agile Tarif, Kraken-Plattform, gute HA-Integration |
| aWATTar | 5 €/Monat | Spot + 3,5 ct | REST-API | Österreichisch, auch in DE, stündlich oder 15-Min. |
| E.ON | variiert | Spot + 4–6 ct | eingeschränkt | Großversorger, Pilotphase, API noch limitiert |
Die Margen sind vergleichbar — der Hauptunterschied liegt in der API-Qualität, App-Erfahrung und Smart-Home-Integration. Tibber und Octopus Energy bieten die besten Voraussetzungen für Automatisierung, da ihre APIs stündliche Preise und Verbrauchsdaten in Echtzeit liefern.
Dynamische Tarife haben Schattenseiten. Bei Kälteperioden, geringer Wind- und PV-Erzeugung und hoher Nachfrage können die Preise extrem steigen — bis zu 80 ct/kWh oder mehr. Wer in diesen Stunden nicht automatisch drosselt, zahlt kräftig.
Konkrete Risiken und wie du sie minimierst:
Pro-Tipp
Baue dir einen Preis-Schwellwert in deine Automatisierung ein: „Wenn Strompreis > 40 ct/kWh → WP auf reduziert, alle nicht-essentiellen Verbraucher aus." So vermeidest du die teuersten Stunden automatisiert. Und: Wechsle erst zu einem dynamischen Tarif, wenn du die Grundlast kennst — miss zuerst 2 Wochen mit Strommessung. Der Energie-Sparrechner zeigt dir, ob sich der Wechsel für deinen Verbrauch lohnt.
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