Tado V3+ Heizkörperthermostat Starter-Kit
Smarte Heizungssteuerung mit Bridge, Raumthermostat und bis zu 10 Thermostaten — ideal für die Heizungsoptimierung von EG bis DG.

Stufe 1 · Kapitel 17 von 20
Wie viel Energie du wirklich sparst, wo die größten Verluste stecken und welche Maßnahmen sich finanziell lohnen.
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Die Heizung macht rund 70 Prozent des Energieverbrauchs in einem durchschnittlichen deutschen Haushalt. Hier ist das größte Einsparpotenzial — aber die Zahlen müssen richtig eingeordnet werden.
Das Fraunhofer-Institut hat in Feldtests gezeigt: Smarte tado° Thermostate, die die Heizung bei Abwesenheit absenken und bei Rückkehr vorheizen, sparen realistisch 8 bis 15 Prozent der Heizenergie. Bei 2.000 Euro jährlichen Heizkosten sind das 160 bis 300 Euro pro Jahr. Die Investition (6 bis 10 Thermostate à 40 bis 70 Euro) amortisiert sich nach etwa 2 bis 4 Jahren.
Ein offenes Fenster bei voll aufgedrehter Heizung verschwendet enorm viel Energie. Ein einfacher Aqara Fenstersensor plus Automationsregel („Wenn Fenster offen, dann Thermostat auf 5 Grad") eliminieren diesen Verlust komplett. Rechnet man aus, dass in deutschen Haushalten durchschnittlich 10 bis 20 Minuten pro Tag mit offenem Fenster bei laufender Heizung gelüftet wird, ergibt das allein 3 bis 5 Prozent Einsparung — mit einem Sensor, der 15 Euro kostet.
Viele Heizungen senken nachts ohnehin ab. Smarte Thermostate bringen hier nur einen marginalen Zusatznutzen (vielleicht 1 bis 2 Prozent), weil der Zeitplan ohnehin schon niedrig ist. Lass dich also nicht von „bis zu 30 Prozent Einsparung" blenden — das bezieht sich auf Altbauten ohne jede Steuerung.
Jeder Haushalt hat sie: Geräte, die scheinbar aus sind, aber dauerhaft Strom ziehen. Ein Fernseher im Standby verbraucht 1 bis 3 Watt, eine Kaffeemaschine mit Display 2 bis 5 Watt, ein AV-Receiver im Network-Standby sogar 10 bis 15 Watt. Hochgerechnet auf ein Jahr summiert sich das auf 50 bis 150 Euro.
Schalte die Steckdosen deines Fernsehers, der Kaffeemaschine und der HiFi-Anlage per Automation ab, wenn du das Haus verlässt oder zu Bett gehst. Eine smarte Matter-Steckdose (ca. 15 Euro) schaltet physisch ab — null Standby. Bei einem Standby-Verbrauch von z.B. 10 Watt über 22 Stunden am Tag sparst du ca. 8 Euro im Jahr pro Steckdose. Das klingt wenig, aber bei 5 bis 8 Steckdosen summiert es sich auf 40 bis 60 Euro jährlich.
Smarte Steckdosen mit Energie-Messfunktion (z.B. Shelly Plug S, TP-Link Tapo P110M (Matter)) zeigen dir den genauen Verbrauch jedes Geräts. Oft genug ist das die größte Überraschung: Der alte Kühlschrank zieht 400 kWh im Jahr, der neue nur 150 kWh. Der Trockner verbraucht mehr als du dachtest. Nur wenn du misst, weißt du, wo der Hebel wirklich sitzt.
Pro-Tipp
Nicht jeder Standby lohnt sich zu eliminieren. Ein WLAN-Router muss 24/7 laufen. Eine smarte Steckdose am Router spart 8 Euro, kostet aber Strom für sich selbst (ca. 1 Watt) — plus du verlierst bei jedem Neustart 2 Minuten. Spar die Steckdosen für echte Stromfresser: TV-Board, HiFi, PC-Setup.
LED-Lampen sind bereits so effizient, dass Smart-Home-Optimierung hier kaum noch Strom spart. Eine 8-Watt-LED brennt 4 Stunden am Tag = 0,032 kWh = ca. 1 Cent. Selbst wenn du 10 Lampen mit Bewegungsmeldern statt manuell schaltest, sparst du unter 10 Euro im Jahr. Der Komfortgewinn (Licht geht automatisch an und aus) ist aber enorm — und das rechtfertigt den Einsatz.
Wusstest du schon?
Die größte Energieeinsparung bei Beleuchtung hast du schon gemacht, wenn du auf LED umgestellt hast. Der Unterschied zwischen „LED manuell" und „LED smart" ist bei den Stromkosten marginal. Smartes Licht lohnt sich für Komfort und Sicherheit — nicht für die Stromrechnung.
Jedes smarte Gerät braucht selbst Strom. Das ist kein Widerspruch, aber du musst es ehrlich einrechnen:
Ein Raspberry Pi zieht ca. 3 bis 5 Watt = 26 bis 44 kWh pro Jahr = ca. 8 bis 14 Euro. Smarte Matter-Steckdosen verbrauchen selbst 0,5 bis 1 Watt. Zigbee-Sensoren auf Batterie sind neutral, WLAN-Sensoren (z.B. Shelly) brauchen dauerhaft 1 bis 2 Watt. Rechne mit ca. 20 bis 40 Euro pro Jahr für den Eigenverbrauch des gesamten Systems.
Cloud-gebundene Systeme verbrauchen indirekt Energie auf den Servern des Anbieters. Das plus monatliche Abo-Gebühren (oft 3 bis 5 Euro pro Monat) fressen einen Teil der Ersparnis auf. Lokale Systeme wie Home Assistant Green Hub schneiden hier besser ab: keine Abo-Kosten, keine Serverinfrastruktur auf Seite des Herstellers.
Smart Home spart Energie, aber nicht durch Magie. Die größten Einsparungen kommen von der Heizungsoptimierung und dem gezielten Abschalten von Standby-Geräten.
Smarte Heizungssteuerung mit Bridge, Raumthermostat und bis zu 10 Thermostaten — ideal für die Heizungsoptimierung von EG bis DG.
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